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Buchtipp: Password (Charles den Tex)

23. April 2012
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Dieses Buch hätte ich natürlich gerne im Original gelesen, aber mit fremdsprachigen Büchern ist das ja immer so eine Sache in Deutschland. Extra in die Niederlande fahren wollte ich dann auch nicht. Der Schriftsteller Charles den Tex gehört in unserem Nachbarland zu den erfolgreichsten Autoren. Dort erschien sein neuestes Buch bereits im letzten Jahr. Seit August ist der Thriller “Password” auf Deutsch erhältlich.

Michael Bellicher führt ein gutes Leben als Unternehmensberater. Er freut sich auf den Tag der Gefängnissentlassung seiner Freundin Guus, die sich als Anwältin etwas zu viel erlaubt hat. Als er sie mit seiner Schwiegermutter in spe abholen will, ist sie allerdings verschwunden. Auf der Suche nach ihr kommt er Menschenhändlern aus der Ukraine auf die Spur und bringt sich und seine Helfer damit in allergrößte Gefahr. Seine Gegner scheuen keine Gewalt. Aber das hält ihn nicht von seinem Plan ab. Für seine Suche nach Guus braucht er Passwörter. Nur so kommt er an Informationen. Befreundete IT-Spezialisten helfen ihm, sich bei den Kriminellen in den Computer zu hacken. Ihm selber wurde sein Laptop gestohlen und damit auch seine Passwörter. Das behindert die Nachforschungen. Seine Freundin scheint spurlos verschwunden zu sein. Michael versucht seinerseits unsichtbar zu werden um seine Verfolger loszuwerden. Das scheint angesichts der fast lückenlosen Videoüberwachung des öffentlichen Raums und Handyortung unmöglich zu sein. Nur vorübergehend kann Michael seine Verfolger abschütteln.

Auf seiner Suche wird Michael vor allem von Lies, seiner Schwiegermutter in spe, unterstützt. Ihm Gegensatz zu ihm beschäftigt sich mit Chakren und lässt sich von ihrer Intuition leiten. Die Geschichte der beiden zieht den Leser ab der ersten Seiten in seinen Bann. Sie ist sehr spannend und die Auflösung überraschend. Da die Szene, in die sich Michael begibt, von Gewalt geprägt ist, empfiehlt sich das Buch nicht unbedingt für empfindliche Leser. Die Geschichte von Charles den Tex ist in einigen Teilen harte Kost, die leider keine reine Fiktion ist. Obwohl es bereits der 3. Thriller von den Tex ist, in dem Michael Bellicher auftaucht, ergeben sich für Neueinsteiger keine Verständnisprobleme. Eine klare Leseempfehlung. Ich weiß nur nicht, warum das Buch nicht „Passwort“ heißt.

Charles den Tex: Password. Übersetzt von Stefanie Schäfer. Grafit Verlag, 443 Seiten, 19,99 Euro.

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