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Buchtipp: Winterkartoffelknödel (Rita Falk)

23. April 2012

Mittlerweile lebt die Autorin Rita Falk in München, aber sie hat mal in Landshut gewohnt. Und weil auch ich dort mal für ein Jahr gelebt habe, interessierte mich das Buch. Auf die Geschichte war ich gespannt, denn sie erinnerte mich an das Hörspiel „Kreuzeder“ von Jörg Graser, das ich sehr mochte. Jetzt aber zum Buch:

Eine taube Oma, die jedem Sonderangebot hinterher jagt. Ein Vater, der zu Hause seine Joints raucht. Ein Bruder, der sich ständig beim Vater einschleimt und immer wieder Ärger mit der Geliebten. Man könnte denken, dass der Polizist Franz Eberhofer bereits mit seinem Privatleben ausgelastet wäre. Ob die Autorin Rita Falk ihn dennoch seine Fälle lösen lässt?

„Winterkartoffelknödel“ ist der erste sogenannte Provinzkrimi von Rita Falk. Und in dem Wort Provinzkrimi ist das, was da passiert, ganz gut zusammengefasst. Es geht nämlich vor allen um das Leben in dem fiktiven Dorf Niederkaltenkirchen in Niederbayern. Der Polizist Franz Eberhofer wurde dorthin strafversetzt und hat eigentlich nicht viel zu tun. Bis er eines Tages ahnt, dass hinter dem einen oder anderen Unfall wohl Absicht steckt.
Eberhofer läuft zu Hochtouren auf. Obwohl er eher der Typ ist, dem schon was geboten werden muss, um seinen Schweinebraten stehen zu lassen. Und das ist bei den seltsamen Vorgängen auf dem Hof der Familie Neuhofer dann tatsächlich der Fall.
Essen spielt aber eine große Rolle in dem Buch. Eberhofer berichtet immer ausführlich davon, was die Oma gerade kocht. Wer dadurch Hunger bekommt, der kann einige der Sachen nachkochen. In der Premiumausgabe sind nämlich einige Rezepte abgedruckt. Und manchmal schweift er auch ab, wenn er den Zustand des Opfers mit einem Pfannkuchen vergleicht. Also kann man sich ganz gut vorstellen, in welchem Ton das Ganze verfasst ist. Die Geschichte wird aus der Sicht Eberhofers erzählt und der spricht so, wie ihm der Schnabel gewachsen ist. Nach seiner eigenen Aussage ist das übrigens Hochdeutsch. Wer das anders sieht, der kann das kleine Lexikon am Ende des Buches benutzen.
Das Buch ist keine hohe Literatur, aber das ist wohl auch nicht der Anspruch der Autorin. Es ist aber sehr gute Unterhaltung. Ich habe wirklich manchmal Tränen gelacht. Das Buch sorgt für einige schöne Stunden und auch wenn das bisher vielleicht noch nicht so herausgekommen ist: Es ist auch spannend!
Ich werde auch die nächsten Fälle noch lesen. Oder hören. Den 2. und 3. Fall, „Dampfnudelblues“, gibt es nämlich auch als Lesung von Christian Tramitz (Audio Verlag).

Rita Falk: Winterkartoffelknödel. dtv premium, 12,90 Euro.

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