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Meine deutschsprachige Entdeckung: Gerd Schilddorfer („Falsch“)

16. Dezember 2012

Erneut bin ich durch Lovelybooks auf einen mir bisher unbekannten Autoren aufmerksam geworden und es war wieder ein Volltreffer. Hoffmann und Campe hatte zur Leserunde von „Falsch“ eingeladen, die vom Autor Gerd Schilddorfer vorbildhaft betreut wurde. Ich hatte in der Bewerbungsphase mal wieder Lust auf ein spannendes Buch und, soweit ich mich erinnere, noch nie einen deutschsprachigen Thriller gelesen. Nach der Lektüre muss ich sagen: „Falsch“ wird nicht der letzte gewesen sein!

Ich hatte das Glück, nachzurücken und habe das Buch als pdf bekommen und es dann auf dem iPad gelesen. Letztes war die einzig falsche Entscheidung, aber das Buch ist einfach großartig.

Der Roman beginnt ganz ungewöhnlich mit gleich 2 Prologen. Der erste spielt 1917 in Russland, der 2. im Jahr 2010 in Kolumbien. Im Laufe der Geschichte erfahren wir, was die beiden Szenen miteinander zu tun haben, was dazwischen passiert ist und vor allen, was die im 2. Prolog losgeschickten Brieftauben auslösen.

Ich habe einige Pausen beim Lesen einlegen müssen und trotz der relativ vielen Personen (im Epilog alleine wird über das weitere Schicksal von 10 Personen berichtet) und Schauplätze (meistens mehrere Orte in folgenden Ländern: Deutschland, Kolumbien, Brasilien, Schweden, Österreich, Schweiz, England, Italien) habe ich den Überblick behalten. Ich war ab dem ersten Satz immer wieder voll im Bild. Das kommt wirklich nicht oft vor. Außerdem hat der Thriller mein Hirn wirklich ans Rattern gebracht. Ich habe nach jeder neuen Information gerätselt, wie alles zusammenkommt und was ich noch zu erwarten haben. Einige Kapitel vor dem Schluss hatte ich eine Vermutung, worauf sich der Titel bezieht. Obwohl sich dieses bestätigte, waren die letzten Seiten alles andere als langweilig. Gerd Schilddorfer ist es gelungen, von Anfang an spannend zu schreiben und das Tempo zum Ende hin immer weiter zu steigern. Ich weiß gar nicht mehr, ob ich damals im Zug „Nein!“, „Ach?“, „Ha!“ und ähnliches laut ausgesprochen habe, aber ich war auf jeden Fall total involviert. Danke für dieses Lesevergnügen!

Gerd Schilddorfer: Falsch. Hoffmann und Campe, 672 Seiten, 19,99€.

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