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Einfach losgehen!

15. August 2013

Freitag war das Wetter gut und wir haben uns aufgemacht. Mit dem Auto fuhren wir an den Kemnader See, parkten am Freizeitbad und gingen einfach los. Vor 7 oder 8 Jahren waren wir mit dem Fahrrad an der Ruhr entlang gefahren, hatten eine Burgruine entdeckt und dann waren wir noch irgendwo in Witten. Diese Plätze wiederzufinden war unser Ziel, alles andere war egal. Wir hatten keinen Zeitdruck und nicht den Plan, x Kilometer zu schaffen.

Direkt am Kemnader See, vor dem Freizeitbad, standen wir etwas verwirrt an den drei Wegen. Offensichtlich führte die Inliner-Teststrecke bis hierhin, eine Kennzeichnung fehlt aber an dieser Stelle. Wir entschieden uns für die mittlere Spur, weil wir uns sicher waren, dass der Radweg am weitesten vom See weg ist und dass die Pflastersteine wohl nicht zur Inlinerspur gehören. (Wie sich später herausstellte, war das falsch, der innere wäre richtig gewesen.)

Wir folgten dem Weg am Ufer entlang, gingen über die A43-Brücke und bogen dann links Richtung Witten ab. Man läuft hier nah am Wasser durch die Natur. Immer wieder gibt es in kleinen Restaurants und Cafés Gelegenheit zur Stärkung, aber wir liefen weiter. An der Fähre (jeder zahlt, was er will) entschieden wir uns nicht für die Abkürzung, die bis kurz vor die Burgruine führt. Stattdessen nahmen wir den Weg Richtung Muttental. Kurze Zeit später ärgerten wir uns darüber, weil wir schnell zu einer Straße (ich weiß es jetzt, es ist die Herbeder Straße) gelangten und gefühlt kilometer- und stundenlang hier bleiben mussten. Kurz hinter dem Kreisel ging es endlich wieder angenehmer weiter. Hier kommt man zum LWL-Industriemuseum Zeche Nachtigall in Witten. Das wäre sicher mal einen Besuch wert, der Bergbauwanderweg Muttental könnte auch interessant sein, aber wir blieben auf unserem Weg. Entlang der Bahnschienen geht es weiter, wir kamen an die andere Seite des Fähranlegers und direkt um die Ecke liegt auch schon die Ruine der Burg Hardenstein. (Mehr dazu auf wikipedia). Von den Mauern hat man eine wunderbare Aussicht auf die Ruhr, viel mehr gibt es hier auch nicht zu machen. Ein guter Ort, um sich den mitgebrachten Keksen zu widmen.

Wir haben uns dann für den Weg Richtung Wald hinter der Ruine entschieden, wunderten uns über den am Rand liegenden Bauzaun und gingen weiter. Weil uns aber noch  zwei Radfahrer entgegenkamen, machten wir uns keine Gedanken. Der Weg ist allerdings ziemlich ramponiert, durch die Mitte ist wohl einiges an Wasser geflossen und hat den Boden mitgenommen. Vor der nächsten Kreuzung standen dann tatsächlich mehrere Bauzäune, der Durchgang war aber weit geöffnet. Ein Schild wies auf die Sperrung wegen Unwetterschäden hin. Wieso sind Leute auf die Idee gekommen, den Weg mutwillig freizugeben? Er ist offensichtlich beschädigt und das wird durch weitere Benutzung nicht besser.

Unsere weitere Strecke war zum Glück unversehrt, dafür führte der Weg zunächst recht steil hinauf. Direkt am Waldrand standen wir dann vor einem Strauch voller Brombeeren. Kurzerhand füllten wir eine unserer Trinkflaschen und führten unsere Wanderung bei Nieselregen weiter. Jetzt kam der weniger schöne Teil, der uns an einer Hauptstraße entlang führte (Das GPS Programm streikte, es war wohl die Vormholzer Straße). Uns war das in der Situation aber ganz recht, denn wir konnten im Supermarkt Schutz vor dem stärker gewordenen Regen suchen und Proviant nachkaufen. Dann ging es über die Brücke (Wittener Straße) noch ein Stück an der Straße entlang, bis wir am Golfplatz wieder auf einen Weg an der Ruhr kamen, der uns wieder zu der A43 vom Beginn unseres Ausfluges zurückführte. Bevor wir aber auf dem bekannten Stück Fußweg zum Parkplatz zurückkehrten, haben wir noch mal Brombeeren pflücken können.

Insgesamt ist die Strecke empfehlenswert, beim nächsten Mal würden wir aber wohl die Fähre nehmen und somit den unangenehmen Teil an der Straße umgehen. Sie führt lange an der Ruhr entlang und steil wird es nur in dem Teil zwischen der Burgruine und Witten. Zwischen dem Kemnader See und der Fähre gibt es viele Gelegenheiten zur Einkehr. Wer kurz vor Schluss noch hungrig wird, kann wie wir den Supermarkt in Witten nutzen.
Es war ein toller Nachmittag und es stellte sich wieder heraus: Die spontanen Ideen sind oft die besten! Und ja, wir haben uns weitere Male auf den Weg gemacht und meine Erfahrungen werde ich hier in den nächsten Tagen veröffentlichen. Brombeeren spielen immer wieder eine Rolle und dementsprechend sind wir jetzt in die Marmeladeproduktion eingestiegen.

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