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Ein Ausflug in die Elfringhauser Schweiz

17. August 2013
Ausblick in der Elfringhauser Schweiz

Wer bei dem Namen „Elfringhauser Schweiz“ nicht gleich wissend nickt, hatte bis Montag eine Gemeinsamkeit mit mir. Ich hatte keine Ahnung, dass es diese Gegend gibt und ich hätte sie auf Nachfrage sonstwo vermutet, aber nicht bei mir um die Ecke.

Angespornt durch unsere schöne Wanderung am Freitag suchte ich nach Wanderstrecken in der Region. Spontan führte mich meine Suche auf metropoleruhr.de (und es folgt hier keine Bewertung der Bezeichnung und RUHR.2010 etc…). dort findet man unter „Wandern in der Metropole Ruhr“ vier Touren. Am Kemnader See und im Muttental waren wir ja gerade, Witten-Hattingen fiel aus, da wir ja eine Rundwanderung suchten und die Essener Tour war uns noch zu lang. Es blieb also „Durch die Elfringhauser Schweiz – Zwischen Westfalen und Bergischem Land“. Die Strecke wird dort mit folgenden Worten beschrieben:

Abwechslungsreich mit Wald und Wiesen, sanften Hügeln prächtigen Aussichten und einzeln stehenden Gehöften. Verbindungswege ermöglichen ein individuelles Verlängern oder Verkürzen der Tour.

Ich kann schon mal verraten, dass es wirklich so ist, aber ganz problemlos kann man diese Strecke nicht laufen. Der Karte vom Regionalverband Ruhr kann man ja den groben Verlauf entnehmen. Zum Glück kann man ganz unten auf der Seite die GPS-Routendaten herunterladen. Ich habe mir dann die kostenlose Windows Phone App „GPX Viewer“ heruntergeladen, um die Daten nutzen zu können. Ich weiß schon nicht mehr warum, aber wir haben uns entgegen der Abbildung für einen Start am ebenfalls verzeichneten Café Bärwinkel entschieden. Auf dem Parkplatz konnten wir unser Auto abstellen und zogen dann los.

Von diesem alternativen Startpunkt aus geht es erstmal bergab und schnell wird klar, dass die Bezeichnung Schweiz hier treffend ist. Echte Bergbewohner würden hier wohl nur von Hügeln sprechen, es geht aber auf jeden Fall immer mal wieder bergauf und bergab. Links im Bild ist schon das Restaurant Op dä Höh zu sehen, hinter dem der Weg in ein Waldstück hineinführt.

Blick aus Richtung Café Bärwinkel

Blick aus Richtung Café Bärwinkel

Es ist tatsächlich der kleine Pfad hinter den Hundezwingern. Es ist mehr ein Trampelpfad als ein Wanderweg und schon mal gar nicht beschriftet. Oder so unauffällig, dass wir keine Hinweise finden konnten. Wie gut, dass wir uns vom GPS leiten lassen konnten. Das kann ich auch nur jedem empfehlen, der keine Wanderkarte besitzt. Es gibt zwischendurch dann Markierungen von Wanderwegen aber in der Beschreibung von Metropole Ruhr tauchen diese ja nicht auf und im Gegensatz zur Gegend rund um die Ruhr stehen hier nicht alle paar Meter Hinweissschilder. Hier ist auch nicht so viel Publikumsverkehr, dass man ständig Gelegenheit hätte, andere Leute nach dem Weg zu fragen. Es gibt zwar einige Cafés und Restaurants entlang der Strecke, diese waren aber teilweise schon geschlossen. Wer also auf ein Stück Kuchen oder ein Radler aus ist, sollte sich vorher über die Öffnungszeiten informieren. Dafür kann man schnell vergessen, dass man nur um die Ecke vom Ruhrgebiet ist und lauter kitschige Fotos wie dieses hier machen.

Ausblick in der Elfringhauser Schweiz

Ausblick in der Elfringhauser Schweiz

Lange Teile der Strecke führen aber auch durch Wälder, wo man sehr angenehmen gehen kann. Ab und zu führen Brücken über kleine Bäche und es ist alles so, wie man sich das klischeemäßig vorstellt. Hier sind die Wege auch eindeutig als solche zu erkennen. An anderen Stellen fragt man sich hingegen, ob das die Strecke sein kann, die vom Regionalverband vorgeschlagen wird. Ich kann angesichts der Brennnesseln nur zu einer langen Hose raten. Wenn sogar ich mit meinen 1,63 m mich bücken muss, sollte das zu Denken geben. Ich wollte jetzt nicht immer ein Foto machen, hier sind aber zwei (bessere!) Beispiele der zugewachsenen Wege.

Wanderweg in der Elfringhauser Schweiz

Beispiel 1

Wanderweg in der Elfringhauser Schweiz

Beispiel 2

An sich ist uns das ja lieber als asphaltierter Wald, aber es kam uns einfach seltsam vor. wir hatten uns einen Weg, den man Touristen auf einer offiziellen Seite vorschlägt einfach anders vorgestellt.  Dazu kommt noch, dass man immer wieder an einsamen Höfen vorbeikommt, an denen „Privatweg“ und ähnliches steht. Teilweise wird noch vor dem bissigen Hund gewarnt, manchmal hört man ihn nur. Wenn man dann nicht ganz so sicher ist, auf einem erlaubten Weg zu gehen, kann schon ein bisschen Abenteuergefühl aufkommen. Da wir der Beschreibung also nicht ganz vertrauten, entschlossen wir uns am untersten Zipfel der eingezeichneten Route für eine Abkürzung, geradeaus durch den Wald. Die gesamte Strecke sollte ja 12 km lang sein und wir waren bereits mehr als 8 gegangen. Wir konnten uns nicht vorstellen, dass die Längenangabe passen sollte. (Der GPX-Viewer von Bernhard Gaul gibt für diese Strecke eine Länge von 15,9 km an, wie ich am Diensttag feststellte.) Wir haben uns dann mehr von der Navigation durch HERE Maps zurück zum Auto leiten lassen.

Die Gegend hat uns gut gefallen und man kann hier wirklich streckenweise sehr gut wandern. Der Spaß wird durch zugewachsene und schlecht ausgeschilderte Wege geschmälert. Das hatte ich bei einer Strecke, die von der Metropole Ruhr beworben wird, so nicht erwartet. Wie sich herausstellte, ist die dort angegebene Längenangabe falsch. Aber eins steht fest: Das war nicht unsere letzte Wanderung, auch nicht hier! Schließlich gibt es hier, wie wir sehen konnten, noch viele ausgeschilderte Wanderwege.

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